In der Zwischenzeit: Panoramen (VI)

Heute muss der MSV endlich mal gewinnen!

Damals haben wir gewonnen. Es war die vielleicht schönste Auswärtsfahrt überhaupt, weil für ein paar Stunden alles, wirklich alles gepasst hat. Das passiert ja eher selten im Leben. Und am Schluss, nachts am Hafen, hab ich auch noch den Rettungsring-Zielwurf-Wettbewerb für mich entschieden.

MSV-Arena Duisburg, 29. Januar 2010
MSV-Arena Duisburg, 29. Januar 2010

 

In der Zwischenzeit: Panoramen (V)

Fünfter Teil aus der Reihe ‘Stadionpanoramen, die die Welt noch nicht gesehen hat‘:

So muss ein Fußballplatz gelegen sein. Der Wiener Sportclub-Platz ist schlicht und ergreifend ein Juwel. Hinter der sagenumwobenen Friedhofstribüne erwartet einen eine schöne Atmosphäre aus Bier, Musik und netten Leuten. Auf der Friedhofstribüne auch, nur ohne Musik, dafür aber mit Fußball.
Dies ist eines der Stadien, die man gesehen haben muss:

Sportclubplatz Wien, 5. Oktober 2012
Sportclub-Platz Wien, 5. Oktober 2012

P.S.: In Komm, süßer Tod frühstücken Barbara Rudnik und Josef Hader auf einem der Balkons im zweiten Haus von links.

 

Wachablösung im schottischen Fußball?

Man muß natürlich noch abwarten wie sich die Dinge nun entwickeln, es ist aber möglich dass sich eine Wachablösung im schottischen Fußball andeutet. Seit die Rangers vor ein paar Jahren aus der ersten schottischen Liga abgestiegen sind, war die Situation ja eindeutig: Celtic wird Meister. That’s it. Seit etwas mehr als einem Jahr läuft es aber irgendwie nicht mehr so. Da sie ja Meister werden, ist es für den Verein sehr wichtig in der Champions League dabei zu sein. Es hat da in der Vergangenheit wohl so einige magische Nächte gegeben wie man so schön sagt. Naja, und sonst würde den Fans ja auch langweilig werden. Letztes Jahr hat es mit der Qualifikation dann aber nicht mehr geklappt, vielleicht habt Ihr das verfolgt, diese peinliche Geschichte (mehr …)

Ich bin vor kurzem beim Fussball gewesen.

Ich bin vor kurzem beim Fussball gewesen. FC St.Pauli – Greuther Fürth.

Und wisst Ihr was? Mir fällt dazu gar nichts ein. Ausser:

Es war einfach unglaublich geil! Ich bin nicht so oft am Millerntor und habe es einfach genossen. Natürlich war das Spiel viel zu spannend, 3:2, aber sonst: einfach geil!

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Das wars, vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

 

Finalmente uno straniero

jesolo

Wie man sich so fühlt im Sommer an der italienischen Adriaküste ist sehr schwer zu beschreiben. Aber der Begriff „Fremdschämen“ bringt es so ziemlich auf den Punkt. Bin ja selbst extrem gegen Verallgemeinerung. Erst recht möchte ich nicht Gefahr laufen, selbst in eine Schublade mit dem vermeintlichen Großteil der Urlauber gesteckt zu werden.  Ist es nicht peinlich, wie sich der typische Kurzzeitbesatzer deutscher Herkunft hier verhält? Es gibt ihn. Ich habe ihn gesehen und erlebt. Mehrfach. „Heinz-Rüdiger, ess deine Pommes!“ Wer kennt das nicht? Und – wer muss schon wissen, was „Bitte“ und „Danke“ auf italienisch heißt, wenn man es nicht mal mehr im Deutschen gebraucht? Wenn morgens in der Bäckerei hörst: „Zwei Brezeln und ein Sesambrötchen!“ dann vergeht dir der Geschmack augenblicklich und Du bist gewappnet für das mindestens ebenso geschmacksneutrale einheimische Styroporsemmerl. Also ich muss hier dringend mal weg. Und wo geht man am besten hin, wenn man Einheimische sehen und deren Bräuche bewundern will? Na zum Calcio. (mehr …)

The View From The Rentnerblock

Stehallez_klein

TSV 1860 München II – SSV Jahn Regensburg 0:1
Grünwalder Stadion, 6. September 2015
Zuschauer: 2055

Gute Fußballatmosphäre bei schöner Kulisse: Gästeblock und Stehhalle haben Freundlichkeiten auszutauschen, um mich herum im neuen Rentnerblock stehen Freunde, einer mit schicker Sechzig-Jogginghose, ein anderer gar mit angedeuteter Kutte. Ein eigenartiger Himmel breitet sich über uns aus wie die reinste Weltverschwörung. Und ein engagiert geführtes Fußballspiel bekommen wir auch noch zu sehen, entschieden durch das Eigentor des Wochenendes – so kann ein Sonntag Nachmittag gerne öfter aussehen. Auch wenn das Tor auf der falschen Seite gefallen ist.

Himmel (mehr …)

Aber hier leben, nein danke

Oi_klein

Leipzig – FC St. Pauli 0:1
Zentralstadion Leipzig, 23. August 2015
Zuschauer: 41.795

Jetzt also Leipzig. Nicht ganz unkompliziert.

Die Argumente sind ausgetauscht, „traditionelle“ Fußballfans stehen den –ja, wem denn eigentlich?– gegenüber. Denjenigen, denen nur um das Spiel, um das Fußballerische, um die 95 Minuten selbst geht? Denjenigen, die finden, dass eine Stadt wie Leipzig einen großen (bzw. erfolgreichen, hoch- oder höchstklassigen) Fußballverein „verdient“ hat? Denjenigen, die die Frage, ob es sich beim Konstrukt RB Leipzig überhaupt um einen Verein handelt, als nachrangig empfinden?

Und wer sind die Traditionalisten? Fans von Vereinen (mehr …)