SC Rapid Lübeck vs. TSB Flensburg 0:5 (0:0)
Oberliga Schleswig-Holstein
Sonntag, 03. Oktober 2026

200 Zuschauer:innen
Sportplatz Kasernenbrink

…und wir reden hier nicht vom Sportclub Riessersee…

Letztgenannter blamiert sich zurzeit in der dritten deutschen Eishockeyliga zwar auch nach Kräften, aber hier ist die Rede vom Sportclub Rapid Lübeck von 1966. Der SCR, dritte Kraft im Lübecker Fußballgeschehen hinter dem alles überstrahlenden VfB und Phoenix, hat sein Zuhause im Stadtteil St. Lorenz Nord und gilt als im Viertel etablierter Verein, der sich zudem sozial engagiert. Auf der ziemlich versteckten Sportanlage mitten im Wohngebiet empfing der Aufsteiger in die Oberliga Schleswig-Holstein die Kampfmannschaft des Turn- und Sportbunds aus Flensburg, ebenfalls Aufsteiger. Was lange nach einer tor- und ereignislosen Punkteteilung aussah, verwandelte sich für Rapid in den spielgewordenen Alptraum des gestiefelten Ballsports. Fünf Gegentore auf heimischen Rasen innerhalb einer halben Stunde. Und drei davon erzielte auch noch ein gegnerischer Verteidiger. Jürgen Klopp aufgepasst: Leon Knittel aus Flensburg wartet seit Tagen schon auf einen Anruf vom DFB. Doch wahrscheinlich ist Kloppo, wie ihn seine engsten Freunde nennen dürfen, zu sehr damit beschäftigt, seine Visage in die Werbekamera irgendeines schwindeligen Finanzunternehmens zu halten, enge Vertraute auf Spitzenpositionen im Verband zu installieren oder sich klauskinskiesk am Spielfeldrand so aufzuführen, dass im Gegensatz dazu einst Christian Streich daherkam wie Philipp Amthor auf Tavor. Unsäglich dieser Typ. Also Kloppo. Amthor übrigens auch. Streich hingegen passt. Aber zurück nach Schleswig-Holstein. Krass für Rapid ist es halt auch, dass sich durch diese Niederlage die Chancen auf die Teilnahme am Lotto-Hallenmasters in Kiel wesentlich verringert haben. Den Qualifikationsmodus dafür an dieser Stelle zu erklären, würde den Rahmen sprengen; ich nehme diesen Malus einfach gelassen hin. In Gedanken beame ich mich allerdings zurück ins Jahr 1996 und stehe in der Dortmunder Westfalenhalle beim Hallenmasters (vulgo Budenzauber) und bejubele mit Dosenbier in der Hand und DSF-Käppi auf der Birne den letzten Titelgewinn der Münchner Löwen durch die Tore von Horst Heldt, Bernhard Trares, Ivica Grlic, Matthias Hamann, Jens Jeremies und Olaf Bodden. Endspielgegner damals übrigens der Hamburger SV, aber wem erzähle ich das? Alles Gute hingegen dem SC Rapid Lübeck beim Kampf um den Klassenerhalt in der Oberliga Schleswig-Holstein.

 

           

           

   

 

 

Blamage für den SCR…
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Ein Gedanke zu „Blamage für den SCR…“

  • “ Klauskinskiesk“
    welch Wortschöpfung – Chapeau !! .

    Erwähnung des letzten Titelgewinns meiner Münchner Löwen erfreut mich sehr ..

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