1. FC Union Berlin – FC St. Pauli 1:0
Stadion an der Alten Försterei, 4. November 2017
Zuschauer: 22.012

Berliner AK 07 – BSG Chemie Leipzig 3:0
Poststadion Berlin, 5. November 2017
Zuschauer: 1.007

und er würde auch eine Reise krönen, aber:

Wenn ich mich mit dem ghostwriter auf große Fahrt begebe, dann ist das meistens sehr schön und meistens verlieren wir verdientermaßen. Mal abgesehen vom Spiel war es ein super Tag ist seit langem ein geflügeltes Wort (höchstwahrscheinlich nicht nur) in meinem Freundeskreis. Vor anderthalb Wochen in Berlin wäre es dieser Logik nach sogar noch schöner als schön gewesen, denn wir haben zwar verloren, aber unverdient, in der Nachspielzeit, nach einem guten Auftritt. Da jedoch Logik und Fansein nicht recht zusammengehen, überstelle ich diese Überlegungen, kaum angestellt, gleich wieder dem Orkus des Vergessens.

Aber über Union will ich hier gar nicht reden, ist ja schon lange her und es ist alles darüber gesagt, vor allem über die ganz und gar lächerliche Freistoßentscheidung in der 92. Minute. Was hab ich mich aufgeregt. 80 Meter entfernt stand ich da und sah so dermaßen deutlich, wie dieser Berg von einem Mann (Name: Leistner) bereits zum Hinsinken ansetzte, bevor Bouhaddouz auch nur in seiner Nähe war, dass ich mich schon frage, wie sich sowohl Schieds- als auch Linienrichter, beide ca. 77 Meter näher am Geschehen…

Aber lassen wir das. Über Union will ich hier gar nicht reden.

Sondern über Dietmar Demuth, St. Pauli-Spieler- und-Trainerlegende. Und wie er sich immer noch aufregen muss. Geht das nie weg?, frage ich mich. Ich will mich mit 62 nämlich nicht mehr so über Fußball aufregen, wie ich es am vorvergangenen Samstag kurz vor Spielende tat.

Und schon gar nicht will ich mich so aufregen wie Didi Demuth am Sonntag, als seine BSG Chemie beim BAK antrat und ziemlich komplett chancenlos blieb. Was der Fußball für Spuren hinterlässt. Oh Mann.

     

     

     

Die Chemie-Fans zumindest ließen Milde walten bezüglich der Leistung ihrer Mannschaft. Sie sind megastolz auf sie und es gibt auch keinen Grund, es nicht zu sein, spielten die Leutzscher vor anderthalb Jahren doch noch zwei Klassen tiefer.

Ich war zwar nicht megastolz auf irgendwas, aber doch glücklich und zufrieden, einfach da zu sein, einfach Fußball zu schauen ohne Brimborium. Selbst wenn auch an diesem Tag meine favorisierte Mannschaft den Kürzeren zog. Allein das Stadion rechtfertigte den Spielbesuch, und so fiel das Wort des Tages schon um ungefähr 13.25 Uhr, beim Betreten der Tribüne, und es kam vom ghostwriter: „Da scheiß ich doch auf Bayern oder Dortmund.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

Außer ein paar Bilder:

    

    

         

    

    

Prost.

 

Bis auf die Nachspielzeit war es ein ganz wunderbares Wochenende
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Ein Gedanke zu „Bis auf die Nachspielzeit war es ein ganz wunderbares Wochenende

  • Ihr wart ja auch Chemie gucken … wusste ich gar nicht … so viele schöne Bilder aus der Regionalliga Nordost. Und die Leiden des DD … tragisch schön. Am besten aber, eh klar, das Bild vom Notausgang.

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